Pressemitteilung

 

FEhS-Institut konkretisiert Änderungsbedarf an der Ersatzbaustoffverordnung

 

 

Das FEhS-Institut fordert eine ersatzlose Streichung von Mindesteinbauvolumina, bei denen Feststoffgrenzwerte als Beurteilungsmaßstab herangezogen werden. Vielmehr sollte der Gesetzgeber den eigentlich gewollten Grundsatz stringent umsetzen, dass ausschließlich die Grenzwerte für Eluate einzuhalten sind. „Wichtig ist, was aus den Baustoffen herauskommt, nicht was drin ist“, so FEhS-Geschäftsführer Thomas Reiche. „In diesem Punkt stimmen wir mit dem Bundesumweltministerium überein. Nur muss dieser Grundsatz in der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) auch einheitlich umgesetzt werden.“

Außerdem müssen die Grenzwerte für Vanadium, Molybdän und auch Fluorid unter Beibehaltung der bisherigen Einsatzgebiete angepasst werden. Dies gilt insbesondere für die Einstufung in die Kategorie „Stahlwerksschlacke 1 (SWS 1)“, da der Markt zukünftig nur noch diese Baustoffe aus der Stahlindustrie nachfragen wird. Ohne den Boden- und den Grundwasserschutz zu gefährden, können die SWS-1-Werte für Vanadium auf 300 µg/l, für Molybdän auf 200 µg/l und für Fluorid auf 2 mg/l angehoben werden. Schließlich lenken unnötig strenge Grenzwerte nur ressourceneffiziente Baustoffe in die Deponierung.

Wichtig ist auch, dass beim Ein- und  Ausbau von mineralischen Baustoffen die jeweils gleichen Untersuchungsmethoden und Prüfparameter anzuwenden sind. Dies ist aktuell nicht der Fall und führt in der Praxis immer wieder dazu, dass hervorragend geeignete Baustoffe aus industriellen Gesteinskörnungen aufgrund vollkommen unbedenklicher Feststoffgrenzwerte, die beim späteren Ausbau relevant sind, gar nicht erst eingebaut werden.

 In diesem Zusammenhang ist die  Unterteilung in „Abfälle“ und „Nebenprodukte“  mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft und die Ressourceneffizienz kontraproduktiv.  Eine Aufteilung der Baustoffe in zwei Gruppen (SWS-1 = Nebenprodukt und SWS2/SWS3 = Abfall) wird zudem dazu führen, dass Materialien nach unterschiedlichen Methoden mehrfach untersucht werden müssen, da es beispielsweise für die Bestimmung der Auslaugbarkeit unterschiedliche Verfahren für Verwendung und Deponierung gibt.

 „Wir brauchen dringend diese Änderungen der Ersatzbaustoffverordnung. Anderenfalls werden 2 Millionen Tonnen  Stahlwerksschlacken der gegenwärtigen Verwendung als Verkehrsbaustoffe entzogen! Dies entspricht 40% der bisher im Verkehrsbau eingesetzten Menge! Unabhängig von der fehlenden Verfügbarkeit und den nicht tragbaren Kosten der alternativ notwendigen Deponierung  dieser  hochwertigen Baustoffe stellt sich die Frage  nach der umweltpolitischen Sinnhaftigkeit dieser Entwicklung!“, so FEhS-Geschäftsführer Reiche.

 

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FEhS-Institut fordert grundlegende Änderung der Ersatzbaustoffverordnung

 

 Das FEhS-Institut fordert eine grundlegende Änderung der "Ersatzbaustoffverordnung". "Der mittlerweile 3. Arbeitsentwurf ist praxisfremd und konterkariert die umwelt­politischen Ziele zur Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung", so Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Instituts in Duisburg. Grundsätzlich wird die Schaffung bundesweit einheitlicher Standards für den Einsatz von mineralischen Baustoffen begrüßt. Allerdings darf dies nicht zum Ausschluss bewährter Einsatzfelder von Baustoffen aus der Stahlindustrie führen und bedeutende, derzeit ressourcen­schonend eingesetzte Stoffströme in die Deponierung lenken.

"Wir brauchen hier eine einheitliche, praktikable und im Sinne der Ressourceneffizienz sinnvolle Lösung, die für alle Baustoffe gleichermaßen gilt", fordert Reiche. Die Schlacken basierten Baustoffe aus der Stahlindustrie beweisen ihre Umweltverträg­lichkeit durch ein engmaschiges Prüfungsnetz und genießen am Baustoffmarkt aufgrund ihrer technologischen Eigenschaften hohes Ansehen und Akzeptanz.

 Durch den Einsatz dieser Baustoffe wurde in den letzten Jahrzehnten der Abbau von 600 Mio. t Naturgestein vermieden. "Wir sind damit das beste Beispiel für gelebte Ressourcenschonung", betont FEhS-Geschäfts­führer Reiche.

Seit 2006 wird in Deutschland unter der Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) eine bundesweit harmo­nisierte Regelung zum Einsatz von mineralischen Baustoffen angestrebt (aktuell mit dem 3. Entwurf von Juli 2015).

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Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

 

 Zum 1. April übernimmt das FEhS-Institut die Aufgaben der bisherigen Arbeits­gemein­schaft Hüttenkalk e.V.

"Mit der Integration der Aufgaben der bisherigen Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk verstärken wir am Standort Duisburg-Rheinhausen das Dienstleistungsangebot rund um die Nebenprodukte aus der Roheisen- und Stahl­erzeugung", so Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Instituts. "Wir gehen hier den nächsten Schritt, um unseren Kunden integriertes Know-how zu den ressourceneffizienten Nebenprodukten aus der Stahlindustrie zur Verfügung zu stellen, und dies alles unter der Dachmarke des FEhS-Instituts."

In zahlreichen Forschungsprojekten hat das FEhS-Institut auch in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk bereits umfassende Erfahrungen zum Thema "Düngemittel aus der Stahlindustrie" gewinnen können. Nach Einschätzung des FEhS-Instituts wird der Einsatz von Düngemitteln aus der Stahlindustrie in der Landwirtschaft zukünftig zunehmend an Bedeutung gewinnen. 

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