Wasserdurchlässiger Ankermörtel
Entwicklung eines Mörtels zur Befestigung von Ankerpfählen/Bodennägeln
Früher wurden Böschungen und Hänge durch Entwässerungs- und Entlastungsbohrungen gegen Rutschungen geschützt. Diese Verfahren haben sich als sehr kostenaufwändig und schwierig erwiesen. Zurzeit wird deshalb die Vernagelung mit Ankerpfählen/Bodennägeln (sogenannte Bohr- und Injektionsanker) eingesetzt. Je nach Anwendungsgebiet kann die Installierung solcher Ankerpfähle/Bodennägel – in der Regel mit einem Zementleim – zu ungünstigen Effekten führen, zum Beispiel zur Wasseransammlung insbesondere an der Grenzschicht zwischen Boden und Ankerpfahl (Stauerschicht). Die Folge ist ein steigendes Gewicht des wassergesättigten Oberbodens und die Reduktion der Grenzmantelreibung. Dies kann unter Umständen zum Böschungsbruch führen.
Um dies zu verhindern, hat das KompetenzForum Bau des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. von einem Hersteller von Bohrankern den Auftrag zur Entwicklung eines wasserdurchlässigen Ankermörtels erhalten. Der Mörtel sollte Druckbeanspruchungen bis zu 2 N/mm² standhalten, eine hohe Wasserdurchlässigkeit aufweisen und die Umwelt nicht belasten.
Unsere Untersuchungen haben gezeigt: Die Entwicklung eines gefügefesten und wasserdurchlässigen Ankermörtels ist möglich. Die anschließenden Anwendungen haben seine Praxistauglichkeit bestätigt.

