Entstehung

Unter Eisenhüttenschlacken versteht man die bei der Produktion von Roheisen und Stahl entstehenden nichtmetallischen Schmelzen. Nach ihrer langsamen Abkühlung an der Luft liegen sie als künstliches, kristallines Gestein vor. Ihre Entstehung entspricht somit derjenigen natürlicher vulkanischer Gesteine wie Basalt. Schlacken sind vielseitig nutzbar und unterscheiden sich grundsätzlich von Aschen, den Rückständen aus Verbrennungsprozessen.

In der Anfangszeit der Eisenerzverhüttung mussten Schlacken durch „Schlagen“ vom Metall getrennt werden. Davon leitet sich der Begriff Schlacke ab. Heute entstehen Schlacken im Schmelzfluss, werden durch ihre geringere Dichte vom Metall getrennt und durch verschiedene Maßnahmen bei der Abkühlung und der anschließenden Aufbereitung in ihren Eigenschaften zielgerichtet beeinflusst.

Entstehung von Eisenhüttenschlacken:

Entstehung von Eisenhüttenschlacken
Abgießen von flüssigem, künstlichem Gestein

Hochofenschlacke

  • Hüttensand

  • Hochofenstückschlacke

Stahlwerksschlacke

  • LD-Schlacke

  • Elektroofenschlacke

  • Edelstahlschlacke

  • sekundärmetallurgische Schlacke