Umweltverträglichkeit
Die Umweltverträglichkeit von Mineralstoffen umschreibt deren Wirkungen auf Boden, Wasser und Luft. Für den Straßen-, Wege- und Wasserbau, für den Schlacken vielfach eingesetzt werden, sind vor allem die Einflüsse auf Wasser und Boden bedeutsam. Daher muss die wasserwirtschaftliche Verträglichkeit der Mineralstoffe, basierend auf ihrem Auslaugverhalten, regelmäßig ermittelt und bewertet werden.
Die wasserwirtschaftliche Verträglichkeit von Eisenhüttenschlacken wird durch umfassende Laboruntersuchungen und unter verschiedensten baupraktischen Gegebenheiten nachgewiesen. Die Erfahrung zeigt, dass sich bei Auslaugung mit Wasser pH-Werte im alkalischen Bereich einstellen. Durch Einwirkung von Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Luft bildet sich Calciumcarbonat, wodurch sich der pH-Wert wieder verringert.
Beim Einsatz von Stahlwerksschlacken im Wasserbau muss bei der Verwendung in stehenden Gewässern das Verhältnis der Schlackenmenge zur Wassermenge so bemessen werden, dass der pH-Wert im neutralen bis leicht alkalischen Bereich liegt. Hochofenschlacken dürfen nicht in stauende Nässe eingebaut werden, weil sich unter diesen Bedingungen Schwefelverbindungen im Wasser anreichern können.
Für die Bewertung der Umweltverträglichkeit von Hochofen- und Stahlwerksschlacken ist die Schonung natürlicher Ressourcen von großer Bedeutung. Der Einsatz von Hüttensand ist beispielsweise ein sehr effektiver und ökonomischer Weg, den Energiebedarf und die CO2-Emissionen bei der Zementherstellung zu senken und einen positiven Beitrag zur internationalen Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung zu liefern.

