PRESS RELEASES

23. Januar 2020

Einsatz von Sekundärrohstoffen und Förderung der Kreislaufwirtschaft

Rohstoffstrategie der Bundesregierung setzt Zeichen

Duisburg, 23. Januar 2020. Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V., eine der führenden Einrichtungen in Deutschland für Eisen- und Metallhüttenschlacken, begrüßt die Rohstoffstrategie der Bundesregierung. Sie stellt unter anderem die Substitution von Primär- durch Sekundärrohstoffe, deren Verwendung bundeseinheitlich geregelt werden soll, und die Intensivierung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt. Schlacken, die bei der Herstellung von Roheisen, Stahl und Nichteisenmetallen wie Kupfer entstehen, sind als industrielle Nebenprodukte für die Herstellung von hochwertigen und umweltverträglichen Produkten seit langem im Markt begehrt. Ihr Einsatz hat in den vergangenen sieben Jahrzehnten den Abbau von über eine Milliarde Tonnen Naturgestein vermieden. Die nach 2010 zweite Rohstoffstrategie der Bundesregierung umfasst 17 Maßnahmen für eine sichere, verantwortungsvolle und nachhaltige Rohstoffversorgung.

„Angesichts des dramatischen Anstiegs beim Verbrauch natürlicher Ressourcen wie Sand und Naturstein sowie der Möglichkeit, Sekundärrohstoffe als gleichwertigen Ersatz für die Herstellung von Zement, Beton, Straßenbaustoffen und Düngemitteln zu verwenden, stellt die Rohstoffstrategie der Bundesregierung die richtigen Weichen für eine zukunftsorientierte Wirtschaft“, betont Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Instituts. Dazu gehörten auch Maßnahmen wie die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und die Einrichtung eines „Runden Tisches“, bei denen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen erörtert werden müssten.

Zu den Forderungen zählt im Rahmen der geplanten Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die flächendeckende Zulassung und – soweit wirtschaftlich verfügbar – auch die bedingte Bevorzugung von Sekundärbaustoffen bei öffentlichen Ausschreibungen, die teilweise immer noch explizit Natursteine bevorzugen. In diesem Zusammenhang sollten aus Sicht des FEhS-Instituts auch die Begriffe geschärft werden: Da industrielle Nebenprodukte nicht als Rezyklate definiert werden, sollte in Ausschreibungen anstelle von „Recycling-Baustoffen“ treffender von „Sekundärbaustoffen“ die Rede sein.

In Deutschland entstehen jährlich rund 15 Millionen Tonnen Eisen- und Metallhüttenschlacken. Mehr als 90 % dieser den magmatischen Steinen ähnelnden Mineralstoffe können zu Produkten verarbeitet werden und sind damit ein herausragendes Beispiel für die Wertschöpfung bei industriellen Prozessen. Sie tragen zudem zur Versorgungssicherheit mit einheimischen Rohstoffen bei und machen Deutschland unabhängiger von Importen.

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisen- und Metallhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt sowie ein kompetenter Ansprechpartner an den politischen Schnittstellen.

 

Pressekontakt: Thomas Reiche

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

15. Januar 2020

Sekundärrohstoff Eisenhüttenschlacke und nachhaltiges Wirtschaften

Inhalte des EU Green Deals auch in Deutschland umsetzen

Duisburg, 15. Januar 2020. Der Green Deal der Europäischen Kommission von Dezember 2019 formuliert Strategien und Maßnahmen für eine nachhaltige Zukunft. Dazu zählen die Förderung der Kreislaufwirtschaft, die Stärkung der Märkte für Sekundärrohstoffe, ressourcenschonendes Bauen und der Schutz der Natur. Produkte aus Eisenhüttenschlacken tragen als Baustoffe und Düngemittel seit Jahrzehnten zur Erreichung dieser Ziele bei. Dennoch wird ihr Einsatz in Deutschland immer noch zu wenig gefördert. Ein Beispiel ist die Nichtzulassung bei öffentlichen Ausschreibungen im Bauwesen. „Was die EU jetzt fordert, muss auch in Deutschland konsequent in der Praxis umgesetzt werden“, sagt Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS – Instituts für Baustoff-Forschung
e. V.

Durch die Verwendung von Eisenhüttenschlacken konnte in Deutschland in den letzten sieben Jahrzehnten der Abbau einer Milliarde Tonnen Naturgestein vermieden werden – ein Rohstoff, die weltweit stark genutzt wird. Das belegen Zahlen der Europäischen Union: Während der Verbrauch von fossilen Brennstoffen im letzten Jahrhundert weltweit um den Faktor 12 anstieg, nahm im gleichen Zeitraum der Verbrauch von natürlichen Ressourcen weltweit um den Faktor 34 zu! Und auch die im Mai 2019 veröffentlichten Studie des UN-Umweltprogramms „UNEP report on sand and sustainability“ sieht die natürlichen Rohstoffe bedroht.

Schlackenbasierte Baustoffe tragen nicht nur zur Ressourcenschonung, sondern auch zum Schutz des Klimas bei. In den vergangenen siebzig Jahren konnten bei der Zementherstellung durch die Substitution von Portlandzementklinker durch Hüttensand aus der Stahlindustrie insgesamt über 203 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart werden.

Das FEhS-Institut begrüßt die im Sommer 2019 vom Bundesumweltministerium in seinem Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vorgesehene Förderung der Ressourcenschonung. „Wir freuen uns, dass eine unserer Kernforderungen zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Sekundärbaustoffen nun umgesetzt werden soll. Die Änderung des § 45 zielt in die richtige Richtung“, so Reiche. Allerdings fordern die Schlacken-Experten noch Nachbesserungen: „Die im Entwurf definierten Pflichten zur bedingten Bevorzugung von Sekundärrohstoffen bei öffentlichen Ausschreibungen müssen für Bund, Länder und Gemeinden gleichermaßen gelten“, ergänzt Reiche.

 

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

 

Pressekontakt: Ricarda van Baal

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

 

Pressemitteilung vom 10. October 2019

10th EUROSLAG Conference calls for fair treatment of ferrous slags

Pressemitteilung vom 10. October 2019

Großer Andrang beim ersten Türöffner-Tag im FEhS-Institut

Pressemitteilung vom 16. September 2019

Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Pressemitteilung vom 17. Mai 2019

Eisenhüttenschlacken fördern nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 08. Mai 2019

Rechtsgutachten zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 11. April 2019

10. EUROSLAG-Konferenz vom 8.-11.10.2019 in Thessaloniki

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

Think-Fast Broschüre zu Eisenhüttenschlacke veröffentlicht

Pressemitteilung vom 08. October 2018

„Ersatzbaustoffverordnung jetzt zügig verabschieden“

Pressemitteilung vom 09. March 2017

Replacement Building Material Ordinance jeopardises resource efficiency

Pressemitteilung vom 12. August 2016

FEhS Institute states specifics of changes needed in the Replacement Building Material Ordinance

Pressemitteilung vom 11. August 2016

FEhS Institute calls for fundamental changes to the Replacement Building Material Ordinance

Pressemitteilung vom 19. April 2016

Assumption of tasks of the Blast Furnace Lime Association as of 1 April 2016

Pressemitteilung vom 30. March 2016

Assumption of tasks of the Blast Furnace Lime Association as of 1 April 2016

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