Pressemitteilungen

16. Februar 2021

Öffentliche Hand soll mehr Sekundärrohstoffe einsetzen

EUROSLAG und FEhS-Institut für Pläne des EU-Parlaments zur Kreislaufwirtschaft

Duisburg, 16. Februar 2021.  Der am 9. Februar 2021 verabschiedete Initiativbericht des EU-Parlaments fordert eine Aufwertung von Sekundärrohstoffen. Er sieht unter anderem eine stärkere ökologisch orientierte öffentliche Beschaffung mit verpflichtenden Mindestkriterien vor, zum Beispiel in der Bauwirtschaft. Für das europäische Netzwerk EUROSLAG und das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung ist das ein wichtiger Schritt hin zu einer flächendeckenden Zulassung von Sekundärbaustoffen und deren bedingter Bevorzugung bei öffentlichen Auftragsvergaben. Hierfür muss aber das europäische Vergaberecht geändert werden, wie ein von beiden Duisburger Institutionen bereits 2020 in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten der Kanzlei Kopp-Assenmacher & Nusser festgestellt hat.

Thomas Reiche, Chairman bei EUROSLAG und Geschäftsführer des FEhS-Instituts, sieht jetzt die Europäische Kommission am Zug: „Der Initiativbericht liefert die besten Grundlagen für eine verbindliche, zukunftsweisende Gesetzgebung zur konsequenten Förderung der Kreislaufwirtschaft. Dazu zählen auch ein fairer Wettbewerb und die bedingte Bevorzugung von Sekundärrohstoffen, wie es auch der Berichterstatter des Europäischen Parlaments Jan Huitema fordert. Nur konkrete Vergaberichtlinien mit Drittschutzcharakter sichern den europaweiten Einsatz aller hochwertigen Sekundärbaustoffe, die seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zu einem ökologisch und ökonomisch sinnvollen Wirtschaften leisten!“

Der Initiativbericht des Europäischen Parlaments hat unter Federführung des Umweltausschusses auf der Basis des EU-Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft von März 2020 zahlreiche Forderungen verabschiedet. Dazu zählen die Förderung der Ressourceneffizienz, die Öko-Design-Richtlinie für Produkte und die grüne öffentliche Beschaffung. Für die Bauwirtschaft sind unter anderem Vorgaben für die Verwendung von Sekundärrohstoffen und das Recycling vorgesehen. Die Vorschläge des Parlaments dienen als Vorlage zur Gesetzgebung durch die Europäische Kommission.

 

Über EUROSLAG:

In EUROSLAG sind 26 Organisationen und Unternehmen aus 17 Ländern zusammengeschlossen. Als europäisches Netzwerk für die Produktion, Verwendung und Entwicklung von Eisenhüttenschlacken und schlackenbasierten Produkten stehen bei EUROSLAG Forschung und Technologie, die Europäische Standardisierung sowie die interne und externe Kommunikation im Fokus der Tätigkeiten.

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

www.euroslag.com

www.fehs.de

www.rohstoff-schlacke.de

Pressekontakt: Thomas Reiche

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

13. Januar 2021

Rohstoffsicherheit durch industrielle Nebenprodukte

Neue Broschüre über Metallhüttenschlacken

Duisburg, 13. Januar 2021. Die zuverlässige Versorgung mit Ressourcen ist für die deutsche Wirtschaft unerlässlich. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten seit vielen Jahren die industriellen Nebenprodukte aus der Kupfer-, Ferrochrom- und Bleierzeugung sowie aus der Gewinnung von Wälzoxid. Die neue Broschüre „Metallhüttenschlacken. Sekundärrohstoff für nachhaltiges Wirtschaften“ der Gütegemeinschaft Metallhüttenschlacken in Duisburg informiert Entscheidungsträger in Ministerien, Behörden und Unternehmen über Herstellung, Qualität, Umwelteigenschaften und Einsatzgebiete der wertvollen Materialien. Die Publikation ist ab Januar 2021 auch als pdf kostenlos über die Gütegemeinschaft erhältlich.

In Deutschland werden bei der Produktion von Nichteisen-Metallen pro Jahr 1,3 Millionen Tonnen Metallhüttenschlacken zielgerichtet hergestellt. Sie finden als Gesteinskörnungen und Granulate vor allem im Straßen- und Wasserbau, im Zement und als Strahlmittel Verwendung. Die Sekundärrohstoffe erfüllen die für die jeweiligen Einsatzgebiete erforderlichen Anforderungen an Qualität und Umweltverträglichkeit. Dafür sorgen nicht nur die nationalen und internationalen Regelwerke, sondern auch die Kriterien der Gütegemeinschaft Metallhüttenschlacken sowie die Untersuchungen und Forschungen des international renommierten FEhS – Institut für Baustoff-Forschung aus Duisburg.

Regelmäßige werkseigene und externe Prüfungen sowie freiwillige Untersuchungen der Unternehmen bestätigen die ökologische Unbedenklichkeit der industriellen Nebenprodukte. Zudem ersetzen Metallhüttenschlacken pro Jahr allein in Deutschland eine Millionen Tonnen Primärrohstoffe wie Schotter und Kies, deren Vorkommen weltweit schwinden und deren Abbau massive Eingriffe in die Natur erfordern.

Thomas Merkel, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft und Experte für Verkehrsbau beim FEhS-Institut: „Kreislaufführung und Ressourceneffizienz waren schon immer wichtige Themen in der Nichteisen-Metallindustrie. Aus den verschiedenen Metallhüttenschlacken entstehen hervorragende, markterprobte Produkte. Sie tragen wie Eisenhüttenschlacken dazu bei, auch in Zukunft effizient und ressourcenschonend wirtschaften zu können. Die Gütegemeinschaft setzt sich in enger Zusammenarbeit mit dem FEhS-Institut dafür ein, dieses Ziel zu erreichen.“

Über die Gütegemeinschaft Metallhüttenschlacken:

In der Gütegemeinschaft Metallhüttenschlacken e.V. haben sich acht Erzeuger von Nichteisen-Metallen und Aufbereitungsunternehmen zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich zur Einhaltung strenger Normen und Kontrollen. Dabei orientieren sie sich an den Güte- und Prüfbestimmungen des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. für den Straßenbau, den Wasserbau und andere Einsatzgebiete. Zudem lassen die Mitglieder der Gütegemeinschaft Metallhüttenschlacken zusätzliche Produktkontrollen durch neutrale, anerkannte Prüfstellen durchführen.

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

www.fehs.de

www.rohstoff-schlacke.de

Pressekontakt: Ricarda van Baal

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

Pressemitteilung vom 17. November 2020

Nutzung von Nebenprodukten in der EU verbindlich regeln

Pressemitteilung vom 24. September 2020

Rückläufige Nutzung von Eisenhüttenschlacke

Pressemitteilung vom 18. September 2020

Mehr Sekundärbaustoffe bei öffentlichen Aufträgen

Pressemitteilung vom 27. August 2020

Vorrang für Sekundärbaustoffe bei öffentlichen Ausschreibungen

Pressemitteilung vom 18. Juni 2020

Wert von Sekundärbaustoffen in ProgRess III zu wenig gewürdigt

Pressemitteilung vom 17. Juni 2020

Chancen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft nutzen

Pressemitteilung vom 19. Mai 2020

Fairer Wettbewerb für Sekundärbaustoffe

Pressemitteilung vom 27. April 2020

Natürliche Ressourcen durch Sekundärrohstoffe ersetzen

Pressemitteilung vom 13. März 2020

Bessere Rahmenbedingungen für Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 03. März 2020

Neuer Kurzfilm des FEhS-Instituts über die Bedeutung des Rohstoffs

Pressemitteilung vom 23. Januar 2020

Einsatz von Sekundärrohstoffen und Förderung der Kreislaufwirtschaft

Pressemitteilung vom 15. Januar 2020

Sekundärrohstoff Eisenhüttenschlacke und nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2019

10. EUROSLAG-Konferenz fordert fairen Umgang mit Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2019

Großer Andrang beim ersten Türöffner-Tag im FEhS-Institut

Pressemitteilung vom 16. September 2019

Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Pressemitteilung vom 17. Mai 2019

Eisenhüttenschlacken fördern nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 08. Mai 2019

Rechtsgutachten zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 11. April 2019

10. EUROSLAG-Konferenz vom 8.-11.10.2019 in Thessaloniki

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

Think-Fast Broschüre zu Eisenhüttenschlacke veröffentlicht

Pressemitteilung vom 08. Oktober 2018

„Ersatzbaustoffverordnung jetzt zügig verabschieden“

Pressemitteilung vom 06. März 2018

FEhS-Institut fordert Änderung des Vergaberechts zur Umsetzung der Ressourcenschonungsziele

Pressemitteilung vom 29. November 2017

Leitfaden Eisenhüttenschlacke in NRW erschienen

Pressemitteilung vom 09. März 2017

Ersatzbaustoffverordnung konterkariert Ressourcenschonung

Pressemitteilung vom 12. August 2016

FEhS-Institut konkretisiert Änderungsbedarf an der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 11. August 2016

FEhS-Institut fordert grundlegende Änderung der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 19. April 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Pressemitteilung vom 30. März 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Für zusätzliche Informationen oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Thomas Reiche
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