Pressemitteilungen

13. März 2020

Bessere Rahmenbedingungen für Eisenhüttenschlacken

Circular Economy Action Plan der EU

Duisburg, 13. März 2020. Eine der zentralen Strategien des EU Green Deals von Dezember 2019 für eine nachhaltige Zukunft ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft. In dieser Woche hat die EU dazu einen neuen Aktionsplan vorgestellt. Er betont die Bedeutung von Sekundärrohstoffen, deren Vermarktung EU-weit gefördert werden soll, nicht zuletzt durch das öffentliche Beschaffungswesen. EUROSLAG, das europäisches Netzwerk für die Produktion, Verwendung und Entwicklung von Eisenhüttenschlacken, ein Nebenprodukt bei der Stahlherstellung, und das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung begrüßen diese Maßnahmen. „Der Einsatz von Produkten aus Eisenhüttenschlacke vermeidet die Nutzung natürlicher Ressourcen. Zusätzlich leisten Nebenprodukte aus der Stahlindustrie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. So konnten die CO2-Emissionen durch den Einsatz von Hüttensand bei der Zementherstellung allein in Deutschland in den letzten Jahrzehnten um mehr als 200 Millionnen Tonnen reduziert werden. Der vorliegende Aktionsplan verbessert die Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene und stellt wichtige ökologische und ökonomische Weichen für die Zukunft“, sagt Thomas Reiche, Vorstandsvorsitzender von EUROSLAG und Geschäftsführer des FEhS-Instituts.

Eine wesentliche Voraussetzung für die verstärkte Verwendung von schlackenhaltigen Baustoffen und Düngemitteln ist die bedingte Bevorzugung von Sekundärrohstoffen im öffentlichen Beschaffungswesen, das 14 Prozent des europäischen Inlandsprodukts ausmacht. „Wir hoffen, dass die Maßnahmen des Aktionsplans zum Thema „Green Public Procurement“ zügig umgesetzt werden. Denn die teilweise gängige Praxis, bei Ausschreibungen ausschließlich Naturgestein zu verlangen, obwohl Produkte aus Eisenhüttenschlacke technisch und ökologisch gleichwertig sind, widerspricht den Zielen der EU“, so Reiche weiter.

Eine weitere Forderung der EU ist die Schaffung eines Marktes für Sekundärrohstoffe. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Schaffung von kreislaufwirtschaftsfördernden, einheitlichen Kriterien für Nebenprodukte und das Ende der Abfalleigenschaft von Stoffen.  

Der „Circular Economy Action Plan“ liefert vor dem Hintergrund die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, umfassende Maßnahmen für ein nachhaltiges Wirtschaften. Sie betreffen das Produktdesign, Informations- und Kontrollmechanismen für Verbraucher und Verwaltungen sowie Produktionsprozesse, zum Beispiel bei elektronischen Geräten, Verpackungen, Kunststoff, Gebäuden und Nahrungsmitteln.

 

Über EUROSLAG:

In EUROSLAG mit Sitz in Duisburg sind 26 Organisationen und Unternehmen aus 16 Ländern zusammengeschlossen, darunter aus Deutschland das FEhS-Institut und der Fachverband Eisenhüttenschlacken. Bei EUROSLAG stehen Forschung und Technologie, die Europäische Standardisierung sowie die interne und externe Kommunikation im Fokus der Tätigkeiten. Die EUROSLAG organisiert alle zwei Jahre eine Konferenz.

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

Pressekontakt: Ricarda van Baal

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

03. März 2020

Neuer Kurzfilm des FEhS-Instituts über die Bedeutung des Rohstoffs

Die Schlackenerklärer

Duisburg, 02. März 2020. Eisenhüttenschlacke, ein Nebenprodukt aus der Stahlindustrie, ist seit Jahrzehnten ein begehrter Rohstoff für Zement, Verkehrswege und Düngemittel. Er hat bereits eine Milliarde Tonnen Naturgestein ersetzt und über 200 Millionen Tonnen CO2 vermieden – ein Paradebeispiel für erfolgreiche Ressourcenschonung. Um vor allem Akteure aus Bau- und Landwirtschaft, Verwaltung und Politik über diese Nutzen und Vorteile des Mineralstoffs leicht verständlich und kurzweilig zu informieren, hat das FEhS-Institut für Baustoff-Forschung e. V. in Duisburg einen Kurzfilm produziert. Er ist unter www.fehs.de verfügbar.

Der Zuschauer erfährt in rund vier Minuten in beeindruckenden Bildern, anschaulichen „Think-Fast-Grafiken“ und sachlichen Kommentaren alles Wissenswerte über Eisenhüttenschlacken: von der Entstehung und Weiterverarbeitung über die Eigenschaften und Einsatzgebiete bis zu den ökonomischen und ökologischen Aspekten. Durch die konsequente inhaltliche Orientierung an den Zielgruppen und die sorgfältige, aber kompakte Vermittlung von Informationen gelingt es dem Film, komplexe industrielle Prozesse und anspruchsvolles technologisches Wissen in leicht rezipierbare Fakten umzusetzen. Über die sachliche Ebene hinaus kommen zudem auch gesellschaftlich relevante Themen wie Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft zur Sprache, die aktuell in der nationalen und internationalen Politik von großer Bedeutung sind.

Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Insituts: „Wir erfahren immer wieder in der Praxis, dass selbst branchennahe Fachleute, Unternehmen und Behörden den Stellenwert von Eisenhüttenschlacken als Rohstoff der Zukunft immer noch unterschätzen. Nach unserer Broschüre 2018 wollten wir daher die wichtigsten Informationen auch in bewegten Bildern medial anspruchsvoll aufarbeiten. Mit dem Ziel, einer breiten Zielgruppe die Vorzüge des wertvollen Sekundärrohstoffs zu vermitteln und unsere Kernbotschaft zu kommunizieren: Eisenhüttenschlacken sind das beste Beispiel für gelebte Ressourcenschonung!“

Jedes Jahr entstehen bei der Eisen- und Stahlproduktion in Deutschland 13,5 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken. Daraus werden sieben Millionen Tonnen Hüttensand, fünf Millionen Tonnen Gesteinskörnungen und 500.000 Tonnen Konverterkalk hergestellt. Jeweils eine halbe Million Tonne entfallen auf die anlageninterne Kreislaufführung und für die Weiterverarbeitung nicht verwertbares Material.

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. ist seit fast sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum
Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

Pressekontakt: Ricarda van Baal

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

Pressemitteilung vom 23. Januar 2020

Einsatz von Sekundärrohstoffen und Förderung der Kreislaufwirtschaft

Pressemitteilung vom 15. Januar 2020

Sekundärrohstoff Eisenhüttenschlacke und nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2019

10. EUROSLAG-Konferenz fordert fairen Umgang mit Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2019

Großer Andrang beim ersten Türöffner-Tag im FEhS-Institut

Pressemitteilung vom 16. September 2019

Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Pressemitteilung vom 17. Mai 2019

Eisenhüttenschlacken fördern nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 08. Mai 2019

Rechtsgutachten zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 11. April 2019

10. EUROSLAG-Konferenz vom 8.-11.10.2019 in Thessaloniki

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

Think-Fast Broschüre zu Eisenhüttenschlacke veröffentlicht

Pressemitteilung vom 08. Oktober 2018

„Ersatzbaustoffverordnung jetzt zügig verabschieden“

Pressemitteilung vom 06. März 2018

FEhS-Institut fordert Änderung des Vergaberechts zur Umsetzung der Ressourcenschonungsziele

Pressemitteilung vom 29. November 2017

Leitfaden Eisenhüttenschlacke in NRW erschienen

Pressemitteilung vom 09. März 2017

Ersatzbaustoffverordnung konterkariert Ressourcenschonung

Pressemitteilung vom 12. August 2016

FEhS-Institut konkretisiert Änderungsbedarf an der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 11. August 2016

FEhS-Institut fordert grundlegende Änderung der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 19. April 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Pressemitteilung vom 30. März 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Für zusätzliche Informationen oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Ricarda van Baal
M.A.
Public Affairs


+49(0)2065-994532
r.vanbaal@fehs.de