Pressemitteilungen

24. Mai 2022

Entschließung des Bundesrats zur Stärkung von RC-Baustoffen

Ressourcenschonende Nebenprodukte nicht berücksichtigt  

Duisburg, 24. Mai 2022. Die ressourcenschonenden Nebenprodukte der Stahlindustrie kommen seit vielen Jahrzehnten in güteprüften Produkten zum Einsatz. Als Baustoffe genießen sie seit der letzten Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Jahr 2020 bei der Auftragsvergabe des Bundes Vorrang vor Naturgestein. Dennoch werden zur Förderung von Umwelt- und Ressourcenschutz bei der Entschließung des Bundesrates „Stärkung des Einsatzes von wiederverwendbaren Baustoffen und Bauteilen sowie von ressourcenschonenden Recycling-Baustoffen“ vom 20. Mai 2022 industrielle Nebenprodukte explizit nicht genannt. Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung kritisiert dieses Vorgehen und fordert die Bundesregierung auf, das Wording in der weiteren Bearbeitung der Vorlage entsprechend zu ändern.   

​Für Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Instituts, sind die vorliegenden Formulierungen der Entschließung völlig unverständlich: „Eisenhüttenschlacken entstehen als Nebenprodukte bei der Herstellung von Roheisen und Rohstahl. Jährlich mehr als 12 Millionen Tonnen in Deutschland, in Europa sind es rund 45 Millionen Tonnen pro Jahr. Sie leisten damit bereits im „First Life“ als Baustoffe im Verkehrsbau sowie in der Zement- und Betonindustrie einen enormen Beitrag zu einer ressourcen- und umweltschonenden Kreislaufwirtschaft. Und das bereits seit vielen Jahrzehnten. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet dieses Potenzial in Zukunft unberücksichtigt bleiben soll. Und stattdessen Produkte, die erst im „Second Life“ zur Kreislaufwirtschaft beitragen, besonders gefördert werden sollen. Das macht aus unserer Sicht nicht nur keinen Sinn, sondern konterkariert die sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene sicherlich unstrittigen Ziele zur Förderung von Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Wir gehen fest davon aus, dass die Politik bei der weiteren Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft diese Ziele im Blick hat und nicht einseitigen Partikularinteressen nachgeht. 

Der Einsatz von Schlacken basierten Baustoffen und Düngemitteln hat in Deutschland allein in den letzten sieben Jahrzehnten den Abbau von mehr als einer Milliarde Tonnen Naturgestein vermieden. Das entspricht dem Volumen der Zugspitze. Durch die Substitution von Portlandzementklinker durch Hüttensand im Zement kann pro Jahr zudem die Emission von rund 4,5 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden, insgesamt sind es seit 1950 in Deutschland bereits mehr als 210 Millionen Tonnen CO2.

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

www.fehs.de

www.rohstoff-schlacke.de

Pressekontakt: Thomas Reiche

Fotos und Grafiken unter https://www.fehs.de/unser-service/

05. Mai 2022

Forschungsprojekt von FEhS-Institut und Bergischer Universität Wuppertal

Hochtemperaturbeständiger Beton mit Eisenhüttenschlacken  

Duisburg, 5. Mai 2022. Betonbauteile für viele industrielle Prozesse, etwa bei der Stahl- oder der Zementherstellung, sind höchsten Belastungen ausgesetzt. Dazu zählen permanent oder wiederkehrend extreme Temperaturen bis über 1.000 Grad Celsius und positive Eigenschaften im Brandfall. Betone mit hüttensandhaltigem Zement sowie ungemahlenem Hüttensand und Hochofenstückschlacke als Gesteinskörnungen erfüllen diese Anforderungen. Sie zeichnen sich durch hohe Heiß- und Restdruckfähigkeiten, Zyklenstabilitäten, eine geringe Temperaturleitfähigkeit und eine hohe Resttragfähigkeit aus. Das ist das Ergebnis eines Forschungsvorhabens des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung in Duisburg in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Werkstoffe im Bauwesen der Bergischen Universität Wuppertal. 

Die beiden zuständigen Forschungsleiter beim FEhS-Institut, Dr.-Ing. Andreas Ehrenberg und Dr.-Ing Volkert Feldrappe „Schon vor Jahrzehnten konnten Arbeiten des FEhS-Instituts die positiven Temperatureigenschaften von Hochofenstückschlacke als Gesteinskörnung im Beton belegen. Nun ist es uns gelungen, auch mit Hüttensand und Stahlwerksschlacken dazu beizutragen, Beton fit für hohe Temperaturen zu machen.“ 

Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Instituts: „Das Forschungsvorhaben bestätigt erneut eindrucksvoll die hohe Qualität der industriellen Nebenprodukte aus der Stahlindustrie. Die zuverlässige Verwendung in speziellen Betonen und die generell hervorragende Eignung beim Brandschutz unterstreichen einmal mehr den enormen Nutzen von Eisenhüttenschlacken für die Wirtschaft. Zudem kann damit der Einsatz von natürlichen Gesteinen im Beton reduziert und damit ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden.“ 

Bei der Produktion von Roheisen und Stahl entstehen in Deutschland jährlich rund 12,5 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken. Je nach metallurgischem Prozess unterscheidet man zwischen Stahlwerksschlacken und Hochofenschlacken, die wiederum zu Hochofenstückschlacken und Hüttensand verarbeitet werden.

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. ist seit sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

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Pressekontakt: Thomas Reiche

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Pressemitteilung vom 31. März 2022

Elektroofenschlacke als Strahlmittel

Pressemitteilung vom 15. Februar 2022

Schlacke statt Naturgestein in Baumsubstraten

Pressemitteilung vom 27. Januar 2022

Grundlagen zur Förderung von Sekundärbaustoffen geschaffen

Pressemitteilung vom 17. Dezember 2021

Plattform zum Dünger-Management für Landwirte

Pressemitteilung vom 10. Dezember 2021

FEhS-Institut beteiligt sich an Impfkampagne gegen Corona

Pressemitteilung vom 07. September 2021

Ressourcenstrategie für die Zukunft

Pressemitteilung vom 25. August 2021

Nachfrage nach Eisenhüttenschlacke auch 2020 anhaltend hoch

Pressemitteilung vom 16. August 2021

Das Wissen um wertvolle Sekundärrohstoffe

Pressemitteilung vom 25. Juni 2021

Einsatz von Sekundärbaustoffen bundesweit geregelt

Pressemitteilung vom 11. Juni 2021

Einheitliches Regelwerk für Sekundärbaustoffe auf der Zielgeraden

Pressemitteilung vom 27. Mai 2021

Zement der Zukunft

Pressemitteilung vom 26. Mai 2021

Wertvollen Sekundärbaustoffen droht das Abstellgleis

Pressemitteilung vom 16. Februar 2021

Öffentliche Hand soll mehr Sekundärrohstoffe einsetzen

Pressemitteilung vom 13. Januar 2021

Rohstoffsicherheit durch industrielle Nebenprodukte

Pressemitteilung vom 17. November 2020

Nutzung von Nebenprodukten in der EU verbindlich regeln

Pressemitteilung vom 24. September 2020

Rückläufige Nutzung von Eisenhüttenschlacke

Pressemitteilung vom 18. September 2020

Mehr Sekundärbaustoffe bei öffentlichen Aufträgen

Pressemitteilung vom 27. August 2020

Vorrang für Sekundärbaustoffe bei öffentlichen Ausschreibungen

Pressemitteilung vom 18. Juni 2020

Wert von Sekundärbaustoffen in ProgRess III zu wenig gewürdigt

Pressemitteilung vom 17. Juni 2020

Chancen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft nutzen

Pressemitteilung vom 19. Mai 2020

Fairer Wettbewerb für Sekundärbaustoffe

Pressemitteilung vom 27. April 2020

Natürliche Ressourcen durch Sekundärrohstoffe ersetzen

Pressemitteilung vom 13. März 2020

Bessere Rahmenbedingungen für Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 03. März 2020

Neuer Kurzfilm des FEhS-Instituts über die Bedeutung des Rohstoffs

Pressemitteilung vom 23. Januar 2020

Einsatz von Sekundärrohstoffen und Förderung der Kreislaufwirtschaft

Pressemitteilung vom 15. Januar 2020

Sekundärrohstoff Eisenhüttenschlacke und nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2019

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Pressemitteilung vom 10. Oktober 2019

Großer Andrang beim ersten Türöffner-Tag im FEhS-Institut

Pressemitteilung vom 16. September 2019

Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Pressemitteilung vom 17. Mai 2019

Eisenhüttenschlacken fördern nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilung vom 08. Mai 2019

Rechtsgutachten zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 11. April 2019

10. EUROSLAG-Konferenz vom 8.-11.10.2019 in Thessaloniki

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

Think-Fast Broschüre zu Eisenhüttenschlacke veröffentlicht

Pressemitteilung vom 08. Oktober 2018

„Ersatzbaustoffverordnung jetzt zügig verabschieden“

Pressemitteilung vom 06. März 2018

FEhS-Institut fordert Änderung des Vergaberechts zur Umsetzung der Ressourcenschonungsziele

Pressemitteilung vom 29. November 2017

Leitfaden Eisenhüttenschlacke in NRW erschienen

Pressemitteilung vom 09. März 2017

Ersatzbaustoffverordnung konterkariert Ressourcenschonung

Pressemitteilung vom 12. August 2016

FEhS-Institut konkretisiert Änderungsbedarf an der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 11. August 2016

FEhS-Institut fordert grundlegende Änderung der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 19. April 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Pressemitteilung vom 30. März 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Für zusätzliche Informationen oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Thomas Reiche
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t.reiche@fehs.de