Pressemitteilungen

16. September 2019

Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Bessere Rahmenbedingungen für Sekundärbaustoffe

Duisburg, 12. September 2019. Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. begrüßt die vom Bundesumweltministerium in seinem Entwurf zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vorgesehene Förderung der Ressourcenschonung. „Wir freuen uns, dass eine unserer Kernforderungen zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Sekundärbaustoffen nun umgesetzt werden soll. Die Änderung des § 45 zielt in die richtige Richtung“, so FEhS-Geschäftsführer Thomas Reiche. Allerdings sehen die Experten noch Nachbesserungsbedarf, da bei öffentlichen Bauausschreibungen häufig explizit nur natürliche Gesteinskörnungen zugelassen werden. „Die im Entwurf definierten Pflichten zur bedingten Bevorzugung von Sekundärrohstoffen bei öffentlichen Ausschreibungen müssen für Bund, Länder und Gemeinden gleichermaßen gelten“, so Reiche weiter.

Dass der Einsatz von schlackenbasierten Baustoffen aus der Stahlindustrie zur Ressourcenschonung beiträgt, zeigen Zahlen der Europäischen Union: Während der Verbrauch von fossilen Brennstoffen im letzten Jahrhundert weltweit um den Faktor 12 anstieg, nahm im gleichen Zeitraum der Verbrauch von natürlichen Ressourcen weltweit um den Faktor 34 zu! Dies bestätigen auch die Ergebnisse der im Mai veröffentlichten Studie des UN-Umweltprogramms „UNEP report on sand and sustainability“. Allein durch die Verwendung von Eisenhüttenschlacken konnte in Deutschland in den letzten sieben Jahrzehnten der Abbau einer Milliarde Tonnen Naturgestein vermieden werden.

„Die Baustoffe und Düngemittel aus der Stahlindustrie sind das beste Beispiel für gelebte Ressourcenschonung. Sie werden seit vielen Jahrzehnten umweltverträglich eingesetzt. Mit der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens, die unser Gutachten bereits vor zwei Jahren formuliert hat, kommen wir endlich dahin, den politischen Anspruch und die praktische Wirklichkeit in Bezug auf die angestrebten Ziele zur Kreislaufwirtschaft und zur Ressourcenschonung in Einklang zu bringen. Wir freuen uns, dass nun Bewegung in die Sache kommt“, merkt Reiche an.

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. ist seit fast sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

 

Download
17. Mai 2019

Eisenhüttenschlacken fördern nachhaltiges Wirtschaften

Wertvoller Rohstoff aus dem Hochofen

Duisburg, im Mai 2019. Deutschland ist mit über 40 Millionen Tonnen der größte Stahlproduzent innerhalb der EU. Bei der Herstellung dieses wichtigen Werkstoffes fällt auch ein begehrtes Nebenprodukt an: Eisenhüttenschlacke. Dank der hohen Qualität und der ökologischen Unbedenklichkeit werden über 96% des industriell hergestellten Mineralstoffs – das sind 13 Millionen Tonnen pro Jahr in Deutschland – zu hochwertigen Baustoffen und Düngemitteln verarbeitet. Eisenhüttenschlacken ersetzen dabei Natursteine, deren weltweiter Abbau zu einem zunehmenden Umweltproblem wird.

In den letzten siebzig Jahren wurde über 1 Milliarde Tonne Eisenhüttenschlacke allein in Deutschland verwendet – das entspricht aufgeschüttet einem Berg so hoch wie die Zugspitze. Im gleichen Zeitraum konnte bei der Zementherstellung durch die Verwendung von aus Schlacke gefertigtem Hüttensand anstelle von Portlandzementklinkern über 200 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Umweltverträglichkeit des Sekundärrohstoffs belegen auch zahlreiche Gutachten und Untersuchungen. Eisenhüttenschlacken erfüllen zudem die umweltrechtlichen Voraussetzungen der Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) des Bundesumweltministeriums. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat sie als unbedenkliches Produkt registriert.

„Primärrohstoffe sind nur begrenzt verfügbar. Wer ökonomisch und ökologisch wirtschaften will, muss alternative Ressourcen verwenden“, sagt Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung. Die Duisburger Experten forschen, prüfen und beraten seit Jahrzehnten zu Schlacken und den daraus hergestellten Produkten. Für Reiche ist daher klar: „Eisenhüttenschlacken sind das beste Beispiel für gelebte Ressourcenschonung und funktionierende Kreislaufwirtschaft.“ Daher fordert das FEhS-Institut eine Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie der Landesabfallgesetze mit dem Ziel, die flächendeckende Zulassung und angemessene Bevorzugung schlackenbasierter Baustoffe zumindest bei öffentlichen Bauaufträgen zu erreichen.

Eisenhüttenschlacken sind homogene Sekundärrohstoffe mit den wesentlichen Bestandteilen Calzium, Silizium, Eisen, Aluminium und Magnesium. Sie ähneln in ihrem Chemismus, aber auch hinsichtlich ihrer Mineralogie vulkanischer Lava. Man unterscheidet bei Eisenhüttenschlacken je nach metallurgischem Prozess zwischen Hochofenschlacke und Stahlwerksschlacke. Aus einem Großteil der Hochofenschlacke entsteht durch Granulation mit Wasser glasiger, feinkörniger Hüttensand. Der übrige Teil wird in Beete abgegossen und erstarrt zu kristalliner Hochofenstückschlacke, die zur Weiterverarbeitung gebrochen werden muss. Auch die Stahlwerksschlacken erkalten in Beeten

 

Über das FEhS-Institut:

Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. ist seit fast sieben Jahrzehnten eine der europaweit führenden Adressen für Forschung, Prüfung und Beratung zu Eisenhüttenschlacken, Baustoffen und Düngemitteln. Als moderner Dienstleister sind die Experten mit sieben Laboren, dem KompetenzForum Bau und einem Netzwerk aus Industrieverbänden, Behörden, Normungsgremien sowie Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung ein begehrter Partner für Mitglieder und Kunden aus aller Welt.

 

Download
Pressemitteilung vom 08. Mai 2019

Rechtsgutachten zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Eisenhüttenschlacken

Pressemitteilung vom 11. April 2019

10. EUROSLAG-Konferenz vom 8.-11.10.2019 in Thessaloniki

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

Think-Fast Broschüre zu Eisenhüttenschlacke veröffentlicht

Pressemitteilung vom 08. Oktober 2018

„Ersatzbaustoffverordnung jetzt zügig verabschieden“

Pressemitteilung vom 06. März 2018

FEhS-Institut fordert Änderung des Vergaberechts zur Umsetzung der Ressourcenschonungsziele

Pressemitteilung vom 29. November 2017

Leitfaden Eisenhüttenschlacke in NRW erschienen

Pressemitteilung vom 09. März 2017

Ersatzbaustoffverordnung konterkariert Ressourcenschonung

Pressemitteilung vom 12. August 2016

FEhS-Institut konkretisiert Änderungsbedarf an der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 11. August 2016

FEhS-Institut fordert grundlegende Änderung der Ersatzbaustoffverordnung

Pressemitteilung vom 19. April 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Pressemitteilung vom 30. März 2016

Übernahme der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk zum 1. April 2016

Für zusätzliche Informationen oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Ricarda van Baal
M.A.
Public Affairs


+49(0)2065-994532
r.vanbaal@fehs.de